Nest aus Holz

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Gast

AW: Nest aus Kieferholz

Beitrag von Gast »

Hi,

Homwer hat geschrieben: Ich dachte auch schon daran, dass man eine plexi Platte mit der Heizpistole erwärmen könnte und das plexi sich dann langsam um den Block legt.

theoretisch gut angedacht aber praktisch das gleiche Problem, wenn das Holz sich dehnt oder schwindet entstehen auch hier Undichtigkeiten die wir in der Ameisenhaltung nicht wirklich mögen vermute ich. Allerdings wenn wir den Block nur zu einem Drittel als Nest nutzen, könnte das System funktionieren. Da entwickelt sich doch gleich mal wieder eine Vorlage in meinem Kopf, werde das bei nächster Gelegenheit gleich mal testen gehen.
Und nein, du bekommst keine % te weil es deine Idee war :D

Gruß Ralf
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Safiriel
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AW: Nest aus Holz

Beitrag von Safiriel »

Bei der Heizpistole sehe ich eher das Problem, dass das Plexiglas Blasen wirft wenn es partiell zu heiß wird und auf voller Länge gleichmäßig erwärmt werden muss, um sich gut anzulegen ohne sich zu verziehen.

Je nach Größe könnte man das Plexiglas im Backofen vorheizen, auf eine Temperatur bei der es gerade noch formstabil bleibt? Oder man erhitzt den Block in der Mitte, dürfte bei Holz aber schwer werden, da es austrocknet und zudem schlecht leitet. Definitiv empfehle ich Handschuhe und helfende Hände.
Gibt es Tiefziehfolien und Geräte in der Größe? Sind zwar nur 1,5mm dick, aber die Ameisen stört das nicht und zum Durchgucken ist es auch praktisch.
Gast

AW: Nest aus Holz

Beitrag von Gast »

Hi,

ein neuer Rohbau, wer hat noch nicht wer will nochmal :D

Gruß Ralf
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Gast

AW: Nest aus Holz

Beitrag von Gast »

Hi,

Nest ist vergeben.

Gruß Ralf
Gast

AW: Nest aus Holz

Beitrag von Gast »

Hi,

hier noch ein paar kleine Tipps wenn ihr das nachbauen wollt und auf was ihr achten müsst.
Wenn ihr ein Naturnest bauen wollt sucht euch im ländlichen Bereich ein Sägewerk, mit etwas Freundlichkeit oder einem kleinen Beitrag für die Bierkasse bekommt ihr sicher was ihr wollt. Versucht Kiefer oder Lärche zu bekommen, die Rinde ist dick und optisch dadurch entsprechend schön im Formikarium.
Fichte und Tanne geht auch, Buche und Eiche besser nicht verwenden da Gerbsäuren drin sind, C.herculeanus z.b. nimmt solch ein Nest im Normalfall nicht an. Die Abschnitt stücke sind Brennholz und daher werden sie eigentlich problemlos abgegeben. Am besten zu hause etwas abtrocknen lassen auf mindestens 50-60 % LF

Bearbeitung: Wenn ihr keinen Dremel habt könnt ihr euch so ein Billigding im Auktionshaus oder Baumarkt kaufen, oft mit Zubehör unter 20 Euro zu bekommen.Sollte bei dem Paket kein Nutenfräser dabei sein so bietet sich der Nutfräser von Dremel an mit der Nummer 650 3,2 mm oder der nächst grössere wenn euer Minischleifer genug Power hat.

Wichtig wäre ein Oberfräsenvorsatz um gerade nach unten fräsen zu können denn nur wenn man geringe schichten pro Durchgang abnimmt ist das Ergebnis nachher auch brauchbar. Immer vor dem Fräsen einen Plan machen damit keine Kammer oder Gang in die Rinde geht, die Rinde kann sich mit der Zeit vom Holz lösen. Ist nicht schlimm, mit etwas Leim ist sie schnell wieder angebracht, sitzt aber eure Kammer in der Rinde beginnt das Chaos.

Die Oberfläche sollte dann etwas Plan geschliffen werden damit das Plexiglas plan aufliegt und kein Silicon oder sonstiger optischer Killer später die Sicht auf euer Meisterwerk verschandelt.

Achtung: Nur 2 mm Plexi verwenden, stärkeres gleicht Unebenheiten nicht aus und es entstehen Spalten.
Plexi nur mit geschliffenen Bohrern (sind überwiegend silber und etwas teurer) oder mit dem Dremel mit wenig druck und hoher Drehzahl bohren.
Wenn ihr die Scheibe dann verschraubt, auch da aufpassen viel hilft nicht viel also mit bedacht verschrauben damit auch hier nichts bricht.
Als Zugang zum Nest verwende ich überwiegend Kabelverschraubungen M 25 x1,5 Der Spann bereich liegt hier zwischen 10 - 17 mm. Somit für die meisten Rohre oder Schläuche problemlos geeignet. Wenn die Verschraubung angezogen ist ergibt sich ein 100% sicherer Übergang.
Das Loch für den Einbau kann im Holz ohne Probleme mit einem Forstnerbohrer hergestellt werden, diese gibt es ab und an als Satz für unter 15 Euro.

So nun habt ihr mal einen groben Abriss des ganzen,natürlich setze ich auch andere Maschinen ein, aber es geht auch so ohne Probleme mit etwas mehr Zeitaufwand.
Und wer dennoch so ein Nest will, zwei linke Hände oder null Bock hat, kein Werkzeug besitzt oder was auch immer, wenn ich Zeit habe stelle ich es euch natürlich auch her.
Fragen ?
gerne hier oder per PN

Gruß Ralf
Gast

AW: Nest aus Holz

Beitrag von Gast »

Hi,
Die nächsten 3 Nestrohlinge sind eingetroffen.
Dieses mal Duglasie mit Rinde.
Sollte jemand eines davon wollen, egal ob unbearbeitet, gefräst oder auch komplett fertig einfach Info an mich.
Ein weiteres Projekt ist jetzt die Stämme direkt anzukaufen und nur noch einmal in der Mitte aufsägen zu lassen, somit ergeben sich 2 Halbschalen, mehr Holz zur Bearbeitung was letztendlich auch tiefere Gänge zulässt, möglicherweise auch ein Nest mit 3 sichtbaren seiten.

Gruß Ralf
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Gast

AW: Nest aus Holz

Beitrag von Gast »

Hi,

das nächste ist soweit fertig,
wichtig: nie zu weit nach außen fräsen da ihr sonst in die Rinde kommt und das Nest somit unbrauchbar wird.

Gruß Ralf
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Vespa Crabro
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AW: Nest aus Holz

Beitrag von Vespa Crabro »

Guten Abend,

zunächst: Ich bin ein Naturfreund. Ich mag Holz. Ich habe viele schöne, gut gemeinte Holznester gesehen, trauen kann ich aber aus genannten und nachvollziehbaren Gründen nur den wenigsten und auch nur dann, wenn sie für große Arten gedacht sind.

Wenn man Holznester will, sollte man sich selbst den Gefallen tun, mindestens 2-, besser 3 lagig quer zu verleimen. Das geht bei solchen Stücken mit Rinde kaum, das ist mir klar. Die Optik leidet dann, anders bekommt man aber genannte Probleme und Risiken.

" hat geschrieben:Die Plexiglasröhre hat 5 mm Wandung, da kommt das Holz an seine Grenzen mit der Berstkraft.


Täusch dich da bitte nicht. Auch, wenn es ein weiches Holz ist, baut Kiefer eine gewaltige Spannung auf, wenn es vor allem entsprechende Dimensionen hat, was man von deiner "Säule" behaupten kann. Dazu kommt, dass Plexiglas "auf Zug" (was durch das Ausdehnen des Holzes passieren würde) absolut überhaupt nichts verzeiht.

" hat geschrieben:Nur 2 mm Plexi verwenden, stärkeres gleicht Unebenheiten nicht aus und es entstehen Spalten.


Da halte ich mit eben genanntem Problem als Argument dagegen: Verschraubtes Plexiglas wird an den "Fixpunkten" in dieser Stärke bei wiederholtem Holzverzug reissen.
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